Perlen aus den Schriften von Ellen Gould Withe


Abels Opfer stellte Christi Opfer dar
Bereite dich, und begegne deinem Gott

Bereit für den Heiligen Geist
Durch die Wahrheit in Jesus sind Wir geheiligt
Durchforscht die Bibel, um die Wahrheit zu bestätigen
Der Heilige Geist möchte uns belehren  
Der Heilige Geist wirkt unter uns

 Das reine Kennzeichen der Wahrheit
 
 
Der geliebte Jünger Johannes wird zu Autor der Offenbarung
 Der Feind gibt so schnell nicht auf
Ein Gott wohlgefälliger Charakter
 
Ein hoher Standard 
Gott erwartet mehr tätige Nächstenliebe

Gottes Gesetz erscheint am Himmel
Langmut
 Mehr Mitarbeit der Gemeindemitglieder erforderlich
Mit wem gehst du
Reiner, selbstloser Glaube wird von Gott belohnt
Schlagzeug, Tanz und Lärm
Schwierigkeiten und Prüfungen
Sich Gott vollständig übergeben 
Sucht nach der biblischen Wahrheit um jeden Preis
Was bedeutet Umkehr 
Wer empfängt das Siegel 

Wirst du die Prüfung bestehen   
    

 

  Wenn wir vor Schwierigkeiten und Prüfungen stehen
[keiner] soll das Land sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe; ja, keiner soll es sehen, der mich verachtet hat!
4.Mose 14,23
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Wenn es in irgendeinem Bereich der Gemeindearbeit Probleme gibt, - und damit muss man rechnen, denn die kämpfende Gemeinde ist noch nicht die siegreiche Gemeinde - dann schaut der ganze Himmel zu, um zu sehen, wie Menschen sich verhalten, denen eine heilige Verantwortung übertragen wurde. Einige werden straucheln, einige werden auf verführerische Geister hören, einige werden die Dunkelheit wählen statt des Lichts, weil sie Gott nicht treu sind. Doch alle, die mit Christus eng verbunden bleiben, werden nicht versagen. Genau wie ihr Meister werden sie sich nicht entmutigen lassen...

Der Herr fordert unsere ungeteilte Zuneigung. Wenn Menschen nur mit halbem Herzen auf seiner Seite stehen, werden sie in der Bewährungsprobe scheitern. Sobald der Feind seine Truppen zum Angriff auf sie loslässt und der Kampf heiß wird, zu einer Zeit, wenn die gesamten Verstandeskräfte und alle Fähigkeiten eines weisen Strategen nötig sind, um den Feind zurückzuschlagen, werden die Halbherzigen ihre Waffen gegen die eigenen Kämpfer richten. Sie schwächen die Hände derer, die für den Kampf stark sein sollten.

Gott stellt alle auf die Probe, die die Wahrheit kennen, um zu sehen, ob sie zuverlässig für den Herrn kämpfen, wenn sie unter Druck gesetzt werden von „Mächtigen und Gewaltigen, nämlich ... den Herrn der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, [von] den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Epheser 6,12.Gefährliche Zeiten stehen uns bevor. Unsere einzige Sicherheit liegt in der Macht Gottes, die uns Tag für Tag verändert, wenn wir uns voll und ganz ihm hingeben und seinen Willen tun wollen und wenn wir mit ihm leben, als könnten wir ihn sehen. Siehe 1.Petrus 2,9..
Manuskript 6, 1892
 


  Sucht nach der biblischen Wahrheit um jeden Preis
Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1.Johannes 5,3.


Christus brachte ein großes Opfer, als er am Kreuz für uns starb. Was sind wir bereit, für seine Liebe zu opfern? Jesus sagt: “Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!” Johannes 14,15. Er meinte nicht, dass wir uns eins, zwei oder neun [aus den Zehn Geboten] herauspicken sollten, sondern dass wir alle zehn halten. All seine Gebote müssen befolgt werden. Johannes spricht von denen, die angeblich Gott lieben, aber seinen Forderungen nicht gehorchen: “Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.” 1.Johannes 2,4. “Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.” 1.Johannes 5,3.

Vielleicht sagst du jetzt: “Du meinst, dass sich die ganze gelehrte Welt irrt und nur jenes kleine Häufchen — völlig in der Minderheit, auf die man als ungebildete und einfache Leute herabschaut — gerettet wird?” Ich antworte: “Jesus hielt sich während seines Erdenlebens zu den einfachen Menschen. Er nahm keinen Platz an der Seite der gebildeten Rabbiner oder Volksführer ein. Er wurde nicht bei den Machthabern der Erde gefunden, sondern unter dem niedrigen Volk. Die Wahrheit wurde noch nie bei der Mehrheit gefunden. Sie war immer bei der Minderheit zu finden.”

Die himmlischen Engel flogen nicht zur Schule der Propheten, sie sangen ihre Loblieder nicht über dem Tempel oder den Synagogen, sondern sie gingen zu Menschen, die demütig genug waren, die Botschaft anzunehmen. Siehe Lukas 2,8-14
Sie sangen die frohe Kunde von einem Erlöser über den Feldern von Bethlehem, während die Großen, die Herrscher und die Geehrten im Dunkeln blieben, weil sie mit ihrer Stellung völlig zufrieden waren und sich nicht nach einer größeren Frömmigkeit sehnten als sie besaßen. Die Lehrer in den Prophetenschulen, die Schriftgelehrten, Priester und Obersten waren die ärgsten Verfolger Christi. Menschen, die den größten Anspruch auf geistliche Erkenntnis erhoben, waren genau diejenigen, die Christus geringschätzten, ablehnten und kreuzigen ließen.

Große Männer und Frauen und angeblich gute Menschen können mit ihrer Engstirnigkeit und herausgehobenen Position Furchtbares anrichten und sich dabei noch schmeicheln, sie täten Gott einen Dienst. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Johannes 16,2. Auf solche Leute kann man sich nicht verlassen. Wahrheit, biblische Wahrheit, wollen du und ich um jeden Preis haben. Wie die edlen Gläubigen in Beröa wollen wir täglich und unter ernstem Gebet in der Schrift forschen (siehe Apostelgeschichte 17,11), damit wir wissen, was wahr ist, und dann wollen wir der Wahrheit gehorchen, egal was es uns kostet und ohne Bezugnahme auf berühmte oder gute Menschen. Wenn die Wahrheit in der Bibel steht, dann können wir sie genauso dort finden wie die Guten und die Großen der Erde. Ich bete darum, dass Gott uns hilft, weise zur Erlösung zu sein.
Brief 35, 1877.
 


  WIRST DU DIE PRÜFUNG BESTEHEN?

Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.
5. Mose 8,2

Gott wird sein Volk auf die Probe stellen... Hätte die Botschaft (die Verkündigung von 1844) eine so kurze Zeitspanne umfaßt, wie viele von uns annahmen, dann hätten sie keine Zeit gehabt, ihren Charakter zu entwickeln. Viele wurden vom Gefühl getrieben, und nicht von Grundsätzen und vom Glauben, und diese ernste und schreckenerregende Botschaft wühlte sie auf. Sie beeinflußte ihre Emotionen und weckte ihre Ängste, doch wurde dadurch nicht das bewirkt, was nach Gottes Plan erreicht werden sollte...
Gott führt die Menschen, die zu seinem Volk gehören, weiterhin Schritt für Schritt. Er bringt sie zu verschiedenen Stellen, damit offenkundig wird, was innerlich in ihnen vorgeht. Einige halten an einer Stelle durch, fallen aber beim nächsten Mal ab. An jedem weiteren Punkt wird das Herz etwas stärker und intensiver geprüft. Wenn das vorgebliche Volk Gottes einen inneren Widerstand gegen dieses aufdeckende Wirken spürt, dann sollte dies sie überzeugen, daß sie noch einiges zu tun haben, um zu überwinden.
... Einige sind bereit, einen Wahrheitspunkt anzunehmen. Wenn Gott sie aber an eine weitere Teststelle bringt, schrecken sie davor zurück und bleiben lieber hinten stehen. Sie spüren nämlich, daß hier ein geschätzter Götze unmittelbar angegriffen wird, Das wäre eine Gelegenheit zu erkennen, was in ihrem Herzen Jesus ausschließt. Irgend etwas schätzen sie höher ein als die Wahrheit. Ihr Herz ist nicht bereit, Jesus aufzunehmen. Jeder einzelne wird eine gewisse Zeit geprüft und erprobt, damit sich herausstellt, ob sie ihre Götzen aufgeben... Solche aber, die zu jedem Wahrheitspunkt vordringen und jede Probe bestehen und um jeden Preis überwinden, haben den Rat des treuen Zeugen beachtet; sie werden den Spätregen erhalten und dadurch für die Entrückung tauglich.
Gott prüft sein Volk in dieser Welt... Hier, in dieser Welt, in diesen letzten Tagen, werden Menschen zeigen, welche Macht auf ihre Herzen einwirkt und ihre Handlungen steuert. Wenn es die Macht der göttlichen Wahrheit ist, dann wird sie zu guten Werken führen. Sie wird den Empfänger erheben und ihn edel und großzügig machen, wie sein göttlicher Herr es ist...
Ihr Jungen und ihr Alten - ihr werdet jetzt von Gott geprüft. Ihr entscheidet selbst über euer ewiges Geschick.
Zeugnisse für die Gemeinde B. 5 S. 263-267
 


Mit wem Gehst du?

Wenn der Herr Menschen in dieser Welt eine besondere Stellung gibt, so wie damals Josef und Daniel, wird er auch dafür sorgen, dass sie nicht vom Bösen verdorben werden. Wir müssen das Gute vom Bösen unterscheiden können. Wir brauchen all die Unterstützung und Belehrung, die aus einem echten Glauben erwachsen. Wir müssen auf die biblischen Lehren hören, die frei von den Spitzfindigkeiten und Täuschungen des großen Betrügers sind. Wir müssen in einer geistlichen Atmosphäre leben, die so rein wie möglich ist, damit wir in das Haus unseres Charakters feste Stützbalken einziehen.
Durch die Verbundenheit mit Menschen, die kein Vertrauen auf Gott haben, werden uns vom Meister der Täuschung unmerklich falsche Ideen in Verstand und Herz eingepflanzt. Willst du die Gemeinschaft mit Menschen wählen, die kein Interesse an Gott haben oder sich bewusst von ihm abgewandt haben und sein Gesetz offen übertreten? Willst du dich durch deine eigene Entscheidung von denen trennen, die Gott lieben? Willst du dich so weit vom Licht der Erkenntnis entfernen wie möglich? Das ist der Weg der Täuschung! Du wirst nie an einen Ort kommen, wo du zuviel Licht erhältst, aber weh denen, die sich eher für die Finsternis als für das Licht entscheiden!
Manuskript 49, 1893.

Setzt deshalb alles daran, dass aus eurem Glauben sittliche Bewährung erwächst, aus der sittlichen Bewährung Erkenntnis, aus der Erkenntnis Selbstbeherrschung, aus der Selbstbeherrschung Standhaftigkeit, aus der Standhaftigkeit echte Frömmigkeit, aus der Frömmigkeit Liebe zu den Glaubensgeschwistern, aus der Liebe zu den Glaubensgeschwistern Liebe zu allen Menschen. Wenn ihr dies alles habt und ständig darin zunehmt, wird sich das auswirken und Frucht bringen in einer vertieften Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. Wer dagegen all das nicht hat, ist kurzsichtig und geistlich blind. Ein solcher Mensch hat völlig vergessen, was es bedeutet, dass er von seinen früheren Sünden gereinigt worden ist. Deshalb, meine Brüder und Schwestern, setzt alles daran, so zu leben, dass eure Berufung und Erwählung gefestigt wird. Dann werdet ihr niemals zu Fall kommen, und Gott bereitet euch einen herrlichen Einzug in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
The Review and Herald, 11. Dezember 1894.
 


  Ein hoher Standart

Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der Herr bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret.
3. Mose 20,26

Ich erkannte auch, daß vielen nicht klar ist, was sie sein müssen, um während der Zeit der Trübsal vor dem Herr zu leben, ohne einen Hohepriester im Heiligtum. Alle, die das Siegel des lebendigen Gottes erhalten und in der trübseligen Zeit beschützt werden, müssen das Bild Jesu voll und ganz widerstrahlen.
Ich sah, daß viele die so dringend erforderliche Vorbereitung vernachlässigten und auf die Zeit der "Erquickung" und des "Spätregens" warteten, die sie ertüch­tigen sollte, um am Tag des Herrn zu bestehen und unter seinen Augen leben zu können. Ach, wie viele sah ich in der trübseligen Zeit ohne Schutz! Sie hatten es versäumt, sich so vorzubereiten, wie es nötig gewesen wäre. Deshalb konnten sie die Erquickung nicht bekommen, die alle haben müssen, damit sie geeignet sind, vor einem heiligen Gott zu leben. Alle, die ... es versäumen ihre Seelen durch Gehorsam der ganzen Wahrheit gegenüber zu reinigen ..., werden in die Zeit kommen, in der die Plagen fallen. Dann werden sie erkennen, daß sie es nötig gehabt hätten, für den Bau zugehauen und abgeschliffen zu werden. Doch dann wird ... kein Mittler mehr da sein, um ihre Sache dem Vater vorzulegen. Vor dieser Zeit ist die ernste Ankündigung ergangen: "Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig." (Offenbarung 22,11.)
Ich sah, daß niemand an der "Erquickung" teilhaben konnte, es sei denn, er gewinne den Sieg über jede Gewohnheitssünde, über den Stolz, die Selbstsucht, die Liebe zur Welt und über jedes verkehrte Wort und jede verkehrte Tat. Wir sollten uns deshalb immer enger an den Herrn anschließen und ernstlich jede notwendige Vorbereitung anstreben, die uns befähigt, im Streit am Tag des Herrn standzuhalten. Wir sollen alle daran denken, daß Gott heilig ist und daß nur heilige Wesen jemals in seiner Gegenwart weilen können.
Heute sollen wir darauf achten, daß wir uns weder mit Worten noch durch Taten versündigen. Wir müssen Gott heute suchen und fest entschlossen sein, uns ohne seine Gegenwart nicht zufriedenzugeben. Wir sollten wachen und arbeiten und beten, als wären dies die letzten Tage, die uns gewährt würden. Wie intensiv, wie ernst würden wir da leben! Wie eng würden wir uns in all unseren Worten und Taten an Jesus halten!
Frühe Schriften


  Der geliebte Jünger Johannes wird zum Autor der Offenbarung

Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat und alles, was er sah.
Offenbarung 1,1+2

Nachdem Christus zum Himmel aufgefahren war, beunruhigte Johannes durch sein Zeugnis über Christus die [jüdischen] Autoritäten. Mit Vollmacht bezeugte er, dass Christus der auferstandene Erlöser war. Siehe Apostelgeschichte 4,1.2.13. Die Römer hatten Christus gekreuzigt, um die jüdischen Führer zufrieden zu stellen. Nun wollten sie ihnen einen weiteren Gefallen tun, indem sie Johannes dorthin brachten, wo seine Stimme weder von Juden noch von Heiden gehört werden konnte. Er wurde auf die Insel Patmos verbannt. Siehe Offenbarung 1,9.
Offensichtlich ließ der Herr zu, dass seine Feinde triumphierten. So sah es dem äußeren Anschein nach aus. Doch Gottes Hand bewegte sich unsichtbar in der Finsternis. Gott ließ es zu, dass sein treuer Diener dorthin gebracht wurde, wo Christus ihm eine noch wunderbarere Offenbarung seiner selbst vermitteln konnte, um sie der Welt weiterzugeben ... Er war auf einer wüsten Insel verborgen, aber dort besuchte ihn Christus, gewährte ihm einen wundervollen Blick auf seine Herrlichkeit und ließ ihn wissen, was auf der Erde geschehen würde ... Johannes wurde der Gemeinschaft seiner Brüder beraubt, doch keiner konnte ihm das Licht und die Offenbarung Christi nehmen. Ein großes Licht sollte von Christus auf seinen Diener scheinen. Dieser geliebte Jünger hatte [schon] große Vorrechte genossen. Mit den anderen Jüngern war er mit Jesus durchs Land gezogen, hatte von ihm gelernt und sich seiner Worte erfreut ... Am heiligen Sabbattag zeigte sich der auferstandene Erlöser Johannes (siehe Offenbarung 1,10) und das Zeugnis, das damals gegeben wurde, gilt auch uns. Gott möchte, dass wir die Heilige Schrift durchforschen, damit wir wissen, was in den letzten Tagen der Weltgeschichte geschehen wird ...
[Die Verse aus Offenbarung Kap. 1] geben ein kraftvolles Zeugnis, aber ihre wahre Bedeutung wird nur verschwommen wahrgenommen. Jeder, der in der Schrift forscht, sollte jedes einzelne Wort im ersten Kapitel der Offenbarung sorgfältig überdenken, denn jeder Satz und jedes Wort haben Gewicht und Konsequenzen.
Dass Christus Johannes erschien, sollte allen - Gläubigen wie Ungläubigen - ein Beweis sein, dass wir einen auferstandenen Christus haben. Siehe Offenbarung 1,18. Das sollte der Gemeinde lebendige Kraft verleihen. Manchmal ziehen sich dunkle Wolken um Gottes Volk zusammen. Es scheint so, als wollten Unterdrückung und Verfolgung sie auslöschen. Doch in solchen Zeiten lernen wir am meisten. So wie die Sterne in den dunklen Nächten am hellsten strahlen, so werden die hellsten Lichtstrahlen der Herrlichkeit Gottes in der tiefsten Finsternis offenbart. Je dunkler der Himmel ist, um so klarer und markanter sind die Strahlen der "Sonne der Gerechtigkeit" (Maleachi 3,20), unseres auferstandenen Erlösers.
Manuskript 106, 1897


  Gottes Gesetz erscheint am Himmel

Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, daß Gott selbst Richter ist.
Psalm 50,6

Die Wolken reißen auf, und der Stemenhimmel ist zu sehen, unsagbar herrlich im Kontrast zum schwarzen und zornigen Firmament auf beiden Seiten. Die Herrlichkeit der himmlischen Stadt strömt aus den offenen Toren heraus.
Im Tempel ist die Bundeslade zu sehen, in der die beiden Steintafeln hineingelegt worden waren - Tafeln, auf denen das Gesetz Gottes geschrieben steht. Diese Steintafeln werden aus ihrem Versteck geholt. Darauf werden die Zehn Gebote zu sehen sein, die durch den Finger Gottes eingraviert wurden. Diese Steintafeln. die jetzt noch in der Bundeslade liegen, werden ein überzeugender Beweis für die Wahrhaftigkeit und Verbindlichkeit des göttlichen Gesetzes sein.
Menschen mit gotteslästerlichen Gedanken und Herzen haben gemeint, sie hätten genügend Macht, um Jahwes Zeiten und Gesetze zu ändern. Doch in den Archiven des Himmels geborgen, in der Bundeslade Gottes, sind die ursprünglichen Gebote auf die zwei Steintafeln geschrieben. Kein irdischer Machthaber hat die Macht, diese Steintafeln aus ihrem heiligen Versteck unter dem Gnadenstuhl hervorzuziehen.
Da erscheint eine Hand am Himmel, die zwei zusammengeklappte Steintafeln hält. Der Prophet sagt: "Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter." (Psalm 50,6.) Dieses heilige Gesetz, Gottes Gerechtigkeit, unter Donner und Blitz vom Sinai als Lebensregel verkündet, wird nun den Menschen als Maßstab im Gericht offenbart. Die Hand schlägt die Tafeln auf und die Vorschriften des Dekalogs sind zu sehen, als wären sie mit einem feurigen Griffel eingegraben. Die Worte sind so klar, daß alle sie lesen können. Da wird die Erinnerung wach, die Finsternis des Aberglaubens und der Ketzerei weicht von allen Gemütern. Gottes zehn Worte - kurz, umfassend und maßgeblich - werden den Blicken aller Erdenbürger dargeboten.
Es ist unmöglich, den Schrecken und die Verzweiflung derer zu beschreiben, die Gottes heilige Forderungen mit Füßen getreten haben...
Die Feinde des göttlichen Gesetzes, vom Prediger bis zu den einfachsten Leuten, müssen ihre Vorstellungen über Wahrheit und Pflicht revidieren. Zu spät erkennen sie, daß der Sabbat des vierten Gebotes das Siegel des lebendigen Gottes ist.
Bibelkommentar / Der große Kam


  Die Entrückung der Gerechten

"Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit."
1.Thessalonicher 4,16+17

Bald erschien die große weiße Wolke. Sie sah viel schöner aus als vorher. Der Menschensohn saß darauf. Zuerst konnten wir Jesus auf der Wolke nicht sehen, aber als sie der Erde näher kam, betrachteten wir seine geliebte Person... Die Stimme des Gottessohnes rief die (in ihren Gräbern) schlafenden Heiligen hervor, die nun mit herrlicher Unsterblichkeit bekleidet waren. Die lebenden Heiligen wurden in einem Augenblick verwandelt, und wir wurden mit ihnen gemeinsam in einem Wolkenwagen nach oben entrückt. Er sah einfach herrlich aus, wie er so nach oben fuhr. Auf beiden Seiten dieses Wagens waren Flügel und darunter Räder. Und als der Wagen aufwärts fuhr, riefen die Räder: "Heilig!" und die Flügel von heiligen Engeln, die die Wolke umgaben, riefen "Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger!" Und die Heiligen in der Wolke riefen: "Herrlichkeit! Halleluja!"
Wir kamen zusammen in die Wolke und waren sieben Tage lang unterwegs bis zum gläsernen Meer, wo Jesus die Kronen herbeibrachte und sie uns mit seiner rechten Hand auf den Kopf setzte. Er gab uns goldene Harfen und Siegespalmen. Hier am gläsernen Meer standen die 144.000 in einem vollkommenen Viereck. Einige hatten sehr helle Kronen, andere strahlten weniger hell. Einige Kronen wirkten richtig schwer, so viele Sterne waren darauf, während andere nur wenig Sterne hatten. Dabei waren alle mit ihren Kronen völlig zufrieden. Und alle waren von der Schulter bis zu den Füßen in einen herrlichen weißen Mantel gehüllt. Engel umringten uns, als wir über das gläserne Meer zum Stadttor schritten. Jesus hob seinen mächtigen, herrlichen Arm, ergriff das Perlentor und schwang es in seinen glitzernden Angeln zurück und sagte zu uns: "Ihr habt eure Kleider in meinem Blut gewaschen, ihr seid fest für meine Wahrheit eingestanden - kommt herein." Wir marschierten hinein und hatten das Empfinden, mit gutem Recht in der Stadt zu sein.
Eine Stimme voller tönend als jede Musik, die je an das Ohr eines Sterblichen gedrungen ist, wird man sagen hören: "Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!" (Matthäus 25,34.)
Propheten und Könige


  Der Feind gibt nicht so schnell auf

Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, daß er nur wenig Zeit hat.
Offenbarung 12,12

Wer sich ganz Gott weiht, wird von dessen Feind nicht unbehelligt bleiben. Satan wird zu ihm mit seinen trügerischen Versuchungen kommen und versuchen, ihn von seiner Treue zu Gott abzubringen. Er wird sein Bestechungsgeschenk anbieten, wie er es bei Christus in der Wüste tat, als er ihn versuchte: "Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest." (Mt 4,9)
Was soll der Christ auf alle Versuchungen des Bösen antworten? Er sollte sagen: "Ich werde meinen Einfluss zu nichts anderem mehr hergeben als ausschließlich für die Förderung der Sache Christi. Ich gehöre nicht mir selbst, sondern bin mit einem hohen Preis erkauft worden. Ich soll nicht leben, um mir selbst zu gefallen, denn ich wurde mit dem Blut Christi erkauft und erlöst. Ich kann Christus nicht mehr geben als das, was ihm schon gehört, denn jeder Augenblick meines Lebens gehört ihm. Ich bin sein Besitz, sein Diener, angestellt, um den Willen meines Meisters zu erfüllen." Das ist für uns der einzig sichere Standpunkt, den wir einnehmen können. Wenn jedes Gemeindeglied so empfinden würde, welch eine Kraft könnte die Gemeinde entwickeln, um Menschen zu Christus zu ziehen und für ihn zu gewinnen! Es ist diese Halbherzigkeit, das Bemühen, Gott und dem Teufel gleichzeitig zu dienen, das die Gemeinde so ohne den Geist Gottes bleiben lässt.
Würden die Gemeindeglieder sich ganz Gott übergeben, wären sie "darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens" (Eph 4,3), und dafür organisiert, auf andere einen guten Einfluss ausüben zu können, dann wäre die Gemeinde tatsächlich das Licht der Welt. Wenn die einzelnen Gemeindeglieder danach streben würden, der Welt mit ihrem Leben und ihrem Charakter Christus darzustellen, würden Tausende zum Erlöser gezogen, die jetzt allen Grund haben, die Worte und Werke derer zu kritisieren, die den Namen Christi bekennen.
"Denn so wie Gott einmal befahl:, Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen!', so hat sein Licht auch unsere Herzen erhellt. Durch uns sollen nun alle Menschen Gottes Herrlichkeit erkennen, die in Jesus Christus aufstrahlt. Diesen kostbaren Schatz tragen wir in uns, obwohl wir nur zerbrechliche Gefäße sind. So wird jeder erkennen, dass die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt, von Gott kommt und nicht von uns selbst." (2 Kor 4,6.7)
Home Missionary, 1. Oktober 1892



 Bereite dich, und begegne deinem Gott

Darum will ich so mit dir verfahren, Israel! Weil ich denn so mit dir verfahren will, so mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel!
Amos 4,12

Viele machen sich nicht klar, was sie sein müssen, um in der Zeit der Trübsal ohne einen Hohepriester im Heiligtum unter den Augen des Herrn zu leben. Die Menschen, die das Siegel des lebendigen Gottes empfangen und während der Zeit der Trübsal beschützt werden, müssen das Bild Jesu völlig widerstrahlen.
Ihre Kleider müssen fleckenlos, ihr Charakter durch das Blut der Besprengung gereinigt sein. Durch die Gnade Gottes und ihre eigenen, fleißigen Anstrengungen müssen sie in der Schlacht mit dem Bösen Sieger sein. Während das Untersuchungsgericht im Himmel im Gange ist, während die Sünden der reumütigen Gläubigen aus dem Heiligtum entfernt werden, muß unter Gottes Volk auf der Erde ein besonderes Werk der Reinigung und der Beseitigung der Sünde stattfinden.
Ich sah, daß viele die so dringend nötige Vorbereitung vernachlässigten und auf die Zeit der "Erquickung" und des "Spätregens" warteten, die sie tauglich machen sollte, um am Tag des Herrn zu bestehen und unter seinen Augen leben zu können. Ach, wie viele sah ich in der Zeit der Trübsal ohne Zufluchtsort! Sie hatten es versäumt, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Deshalb konnten sie auch die Erquickung nicht bekommen, die alle brauchen, um unter den Augen eines heiligen Gottes leben zu können.
Die Menschen, die sich weigern, sich von den Propheten behauen zu lassen, und es versäumen, ihre Seelen durch Gehorsam der ganzen Wahrheit gegenüber zu reinigen, und die dann bereit sind zu glauben, daß sie sich in einem viel besseren Zustand befinden, als sie tatsächlich sind, werden in der Zeit der Plagen feststellen, daß sie es nötig gehabt hätten, als Baustein für das Gebäude behauen und in Ordnung gebracht zu werden...
Ich sah, daß niemand an der "Erquickung" teilhaben konnte, der nicht den Sieg über jede schlechte Gewohnheit errungen hatte, über Stolz, Selbstsucht, über die Liebe zu Weltlichem und über jedes verkehrte Wort und jede falsche Tat. Wir sollten uns deshalb immer näher an den Herrn drängen und mit allem Ernst nach dieser Vorbereitung streben, die nötig ist, damit wir am Tag des Herrn in der Schlacht standhalten können. Mögen alle daran denken, daß Gott heilig ist und nur heilige Wesen je in seiner Nähe verweilen können.
Frühe Schriften / Der große Kampf



  Was bedeutet Umkehr

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!
 2. Korinther 5,17

Die alte Natur, "aus dem Blut" und aus "dem Willen des Fleisches" geboren, kann das Reich Gottes nicht erben. Die alte Lebensart, die ererbten Neigungen und die früheren Gewohnheiten müssen aufgegeben werden, denn Gnade wird nicht ererbt. Die Wiedergeburt besteht darin, daß man neue Beweggründe, einen neuen Geschmack und neue Neigungen hat. Wer durch den Heiligen Geist zu einem neuen Leben gezeugt worden ist, ist Teilhaber der göttlichen Natur geworden; in allen Gewohnheiten und all ihrem Tun werden solche Menschen ihre enge Beziehung zu Christus zeigen. Wenn aber Leute, die den Anspruch erheben Christen zu sein, all ihre natürlichen Charakterschwächen und Anlagen behalten, wie unterscheidet sich dann ihre Stellung von der eines Weltmenschen? Sie wissen es nicht zu schätzen, daß die Wahrheit heiligt und verfeinert. Sie sind nicht wiedergeboren worden...
Eine echte Umkehr verändert ererbte und gepflegte Neigungen zum Bösen. Die Religion Gottes ist aus festem Stoff gemacht, setzt sich aus zahllosen Fäden zusammen und wird mit Fingerspitzengefühl und Geschick zusammengewebt. Nur die Weisheit, die von Gott kommt, kann dieses Gewebe vollenden. Es gibt viele Stoffarten, die auf den ersten Blick gut aussehen, aber sie halten keine Belastung aus. Die Farben sind nicht beständig und verwaschen sich. Unter der Sommerhitze bleichen sie aus und verschwinden. Das Tuch kann grobe Behandlung nicht vertrage
So ist es auch mit der Religion vieler Menschen. Wenn Kett- und Schußfäden des Charakters der Belastungsprobe nicht standhalten, dann ist das Material, aus dem es besteht, wertlos. Die Anstrengungen, die unternommen werden, um mit einem neuen Stück zu flicken, verbessern die Lage der Dinge nicht. Der alte, brüchige Stoff reißt von neuem ab und hinterläßt einen größeren Riß als zuvor. Flicken hilft nichts. Man kann nur eins tun: das alte Gewand wegwerfen und ein völlig neues anschaffen.
Der Plan Christi ist der einzig gangbare Weg. Er sagt: "Siehe, ich mache alles neu." "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur." ..Die Flickwerk-Religion hat bei Gott überhaupt keinen Wert. Er fordert unser ganzes He
rz.
Bibelkommentar 6, 1101



Durch die Wahrheit in Jesus sind Wir geheiligt

Jesus betete zu seinem Vater:
Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.
Johannes 17,17

Jeder Kämpfer, der sich in der geistlichen Auseinandersetzung engagiert, muss durch seine Verbindung zu Gott mutig sein. Wer auf der Seite des Lebensfürsten kämpft, muss seine Waffen nach außen richten. Er darf auf keinen Fall einen leeren Zwischenraum schaffen und dann mit seinen zerstörerischen Geschossen auf die zielen, die wie er selbst unter der Fahne des Fürsten Immanuel stehen. ["Immanuel ... heißt übersetzt: Gott mit uns."` (Mt 1,23)]. Wir haben keine Zeit, uns gegenseitig zu verletzen und niederzumachen. Es gibt viele, die sich die Worte Christi zu Herzen nehmen sollten, die er damals zu Nikodemus sprach: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen." (Jo 3,5 EB) ... Viele nehmen für sich in Anspruch, Christi Nachfolger zu sein. Ihre Namen stehen auf den Gemeindelisten, doch sie sind ihrer Gemeinde keine Stütze. Sie sind nicht durch die Wahrheit geheiligt worden ... Nicht die bloße Annahme der Wahrheit, sondern das Ausleben der Wahrheit verändert den Menschen. Wer durch die Wahrheit geheiligt werden möchte, soll unter Gebet das Alte und das Neue Testament sorgfältig durchforschen, damit er weiß, was Wahrheit ist ...
Wer wahrhaft zu Christus bekehrt ist, muss immer aufpassen, keinen Irrtum anstelle der Wahrheit anzunehmen. Wer meint, es spiele keine Rolle, was er lehrmäßig glaubt, solange er nur an Jesus Christus glaubt, befindet sich in Gefahr. Einige sind der verhängnisvollen Täuschung verfallen, sie würden von Gott genauso angenommen, wenn sie andere Bedingungen erfüllen als die im Evangelium genannten. Statt Geboten Gottes zu gehorchen und seinen Forderungen nachzukommen, befolgen sie ein anderes Gesetz als das Gesetz Gottes - und meinen dennoch, Gottes Forderungen erfüllt zu haben. Erst wenn sie diese Irrlehre aufgeben und in Übereinstimmung mit Gottes Forderungen kommen, können sie Mitglieder der Familie Gottes werden ...
Wer behauptet, geheiligt zu sein und gleichzeitig den Worten keine Beachtung schenkt, die Gott mit Autorität vom Berg Sinai herab gesprochen hat (siehe 2 Mo 20,1-17), zeigt damit, dass er oder sie Gott nicht den Gehorsam leistet, den der Gesetzgeber fordert... "Ohne mich", sagt Christus, "könnt ihr nichts tun." (Jo 15,5). Vorsorge für unsere Vollkommenheit ist durch die Einheit mit Christus geschaffen (siehe Kol 1,28 EB). "Ich in ihnen und du in mir, dass sie in uns vollendet seien", betete Jesus (Jo 17,23 EB) ...
Welche Freude könnte der Himmel denen bieten, die sich hier in diesem Leben nicht zu Jesus hingezogen fühlen, um sein Wesen zu studieren und bei ihm im zukünftigen Leben zu sein? Sie werden lieber irgendwo anders sein als in der Gegenwart und Gesellschaft dessen, den sie nicht wertschätzen. Sie kannten ihn nicht während ihres irdischen Lebens und im Himmel können sie ihn auch nicht kennen lernen. - Manuskript 40, 1894


 
Sich Gott vollständig übergeben 

Bereit für den Heiligen Geist 

Ich muß menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt nun eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.
Römer 6,19

Christus hat seiner Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes verheißen, und diese Verheißung gilt uns genauso wie seinen Jüngern damals (siehe Apg 2,39). Aber wie jede andere Verheißung ist sie an Bedingungen geknüpft (siehe V 38; Apg 5,32). Viele glauben und bekennen sich dazu, die Verheißung des Herrn zu beanspruchen. Sie sprechen von Christus und dem Heiligen Geist, aber sie empfangen keinen Segen. Sie übergeben sich Gott nicht vollständig, damit sie von göttlichen Mächten geleitet und kontrolliert werden. Wir können den Heiligen Geist nicht [für unsere Zwecke] benutzen; der Heilige Geist will [vielmehr] uns gebrauchen. Durch den Geist wirkt Gott in den Gläubigen "das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen" (Phil 2,13). Aber viele wollen sich dem nicht unterwerfen. Sie möchten über ihr Leben selbst bestimmen. Deshalb empfangen sie die himmlische Gabe [des Geistes] nicht.
Nur denjenigen, die demütig auf Gott warten, die auf seine Führung achten und seine Gnade [annehmen], wird der Heilige Geist verliehen. Die Macht Gottes wird nur wirksam, wenn wir nach ihr verlangen und sie in Anspruch nehmen. Dieser verheißene Segen, durch den Glauben in Anspruch genommen, bringt alle anderen Segnungen mit sich. Er wird nach dem Reichtum der Gnade Christi ausgeteilt, und Christus ist bereit, jeden entsprechend seinem eigenen Fassungsvermögen zu versorgen.
Wenn der Geist Gottes das Herz [eines Menschen] in Besitz nimmt, verändert er dessen Leben: Sündige Gedanken werden abgelegt, bösen Taten wird abgeschworen; Liebe, Demut und Frieden treten an die Stelle von Ärger, Neid und Streit. Freude ersetzt die Traurigkeit, und das Angesicht spiegelt die himmlische Freude wider. Niemand bemerkt die Hand, die die Last abnimmt, oder das Licht, das aus den himmlischen Höfen kommt. Der Segen wird wirksam, wenn ein Mensch sich im Glauben [ganz] Gott übergibt. Dann schafft die Macht, die kein menschliches Auge erkennen kann, eine neue Kreatur nach dem Bild Gottes (siehe 2 Kor 5,17).
Der Heilige Geist ist der Atem des geistlichen Lebens in der Seele. Die Mitteilung des Geistes ist die Mitteilung des Lebens Christi. [Der Geist] erfüllt den Empfänger mit den Merkmalen Christi. - Advent Review and Sabbath Herald, 19. November 1908



Bereit für den Heiligen Geist 

Ich muß menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt nun eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.
Römer 6,19

Christus hat seiner Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes verheißen, und diese Verheißung gilt uns genauso wie seinen Jüngern damals (siehe Apg 2,39). Aber wie jede andere Verheißung ist sie an Bedingungen geknüpft (siehe V 38; Apg 5,32). Viele glauben und bekennen sich dazu, die Verheißung des Herrn zu beanspruchen. Sie sprechen von Christus und dem Heiligen Geist, aber sie empfangen keinen Segen. Sie übergeben sich Gott nicht vollständig, damit sie von göttlichen Mächten geleitet und kontrolliert werden. Wir können den Heiligen Geist nicht [für unsere Zwecke] benutzen; der Heilige Geist will [vielmehr] uns gebrauchen. Durch den Geist wirkt Gott in den Gläubigen "das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen" (Phil 2,13). Aber viele wollen sich dem nicht unterwerfen. Sie möchten über ihr Leben selbst bestimmen. Deshalb empfangen sie die himmlische Gabe [des Geistes] nicht.
Nur denjenigen, die demütig auf Gott warten, die auf seine Führung achten und seine Gnade [annehmen], wird der Heilige Geist verliehen. Die Macht Gottes wird nur wirksam, wenn wir nach ihr verlangen und sie in Anspruch nehmen. Dieser verheißene Segen, durch den Glauben in Anspruch genommen, bringt alle anderen Segnungen mit sich. Er wird nach dem Reichtum der Gnade Christi ausgeteilt, und Christus ist bereit, jeden entsprechend seinem eigenen Fassungsvermögen zu versorgen.
Wenn der Geist Gottes das Herz [eines Menschen] in Besitz nimmt, verändert er dessen Leben: Sündige Gedanken werden abgelegt, bösen Taten wird abgeschworen; Liebe, Demut und Frieden treten an die Stelle von Ärger, Neid und Streit. Freude ersetzt die Traurigkeit, und das Angesicht spiegelt die himmlische Freude wider. Niemand bemerkt die Hand, die die Last abnimmt, oder das Licht, das aus den himmlischen Höfen kommt. Der Segen wird wirksam, wenn ein Mensch sich im Glauben [ganz] Gott übergibt. Dann schafft die Macht, die kein menschliches Auge erkennen kann, eine neue Kreatur nach dem Bild Gottes (siehe 2 Kor 5,17).
Der Heilige Geist ist der Atem des geistlichen Lebens in der Seele. Die Mitteilung des Geistes ist die Mitteilung des Lebens Christi. [Der Geist] erfüllt den Empfänger mit den Merkmalen Christi. - Advent Review and Sabbath Herald, 19. November 1908



Reiner, selbstloser Glaube wird von Gott belohnt

Als Jesus aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt danieder und ist furchtbar geplagt! Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.
Matthäus 8,5-7

Der Hauptmann fühlte sich unwürdig. Trotz seiner Führungsposition war er ein demütiger Mensch. Er fand, er sei es nicht wert, Jesus Christus mit seiner Wunderwirkenden Kraft in seinem Haus zu empfangen (siehe Mt 8,8). Dessen Worte würden doch schon genügen, genauso wie er selbst seinem Untergebenen befehlen konnte:", Geh!`, dann geht er. Wenn ich einem andern befehle: Geh hin!, so geht er; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er .(Mt 8,9)
Er vertraute darauf, dass die bloßen Worte Christi seinen Knecht heilen konnten. "Als Jesus das hörte, wunderte er sich sehr. Und zur Volksmenge gewandt, sagte er: Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! (V 10) ...
Das jüdische Volk als Nation wollte den vorhergesagten Messias nicht annehmen, als er so kam, wie es die Vorhersagen angekündigt hatten. Und hier war ein Mann, der nicht zum Volk Israel gehörte und keine der Gelegenheiten hatte, die Israel in Fülle gehabt hatte, und der dennoch in seinem Glauben und seiner Wertschätzung Jesu dem Volk weit voraus war, das der Herr zum Verwalter der heiligsten und kostbarsten Wahrheit eingesetzt hatte.
Wer war ein echter Israelit - Jude oder Heide, Barbare oder Skythe, Sklave oder Freier? "[Der Sohn Gottes] war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf." (Jo 1,10.11). Doch dieser Römer, ein Kommandeur mit Befehlsgewalt, kam zu Jesus mit der innigen Bitte für einen seiner Diener, der gelähmt war und von schlimmen Schmerzen geplagt wurde. Der Glaube dieses Offiziers war schlicht und selbstlos. Er bat Jesus nicht um ein Zeichen vom Himmel, sondern seinen leidenden Knecht gesund zu machen. Er sagte ihm, dass er sich unwürdig fühlte, Jesus in sein Haus einzuladen. Gott, der "in der Höhe und im Heiligtum" wohnt, wird doch zu "denen [kommen], die zerschlagenen und demütigen Geistes sind" und bei ihnen wohnen (Jes 57,15) ...
Lasst die Menschen das Licht in Wahrhaftigkeit empfangen, wie es im Wort Gottes dargeboten wird, dann werden sie eine feste Entschlossenheit entwickeln, die sie befähigt, in sittlichen Fragen unabhängig zu entscheiden und in Schwierigkeiten und Gefahren standzuhalten. Dann wird ihr Charakter derart geformt und von der Wahrheit geschützt, dass sie die bevorstehenden Tage der Versuchung und Prüfung durchhalten, wie stark auch der Druck sein mag oder wie schlimm die Not sie bedrängen mag, die der Tag der Vorbereitung Gottes bringen kann. Das Prinzip der Gerechtigkeit wirkt von innen nach außen und wird dann spürbar.
Brief 114, 1895