Zum Nachdenken 5

 
Gehirnchirurg und Kosmonaut

Eines schönen Tages trafen sich ein russischer Gehirnchirurg und ein Kosmonaut. Sie philosophierten über Gott und die Welt. Der christliche Gehirnchirurg fand jedoch nur wenig Verständnis für seinen Glauben. Hör zu, sagte der Kosmonaut, ich bin schon sehr oft ins All geflogen, habe die Erde mehrere hundert Male umrundet und mit hochauflösenden Fernrohren ins All geschaut, aber ich habe noch nie Gott gesehen. Glaube mir, sagte der Gehirnchirurg, ich habe schon Hunderte Gehirne von ach so schlauen Menschen operiert und ich habe noch nie auch nur einen einzigen Gedanken gesehen...

Autor unbekannt



Die richtige Wahl

Ein Segelschiff geriet in einen heftigen Sturm. Der Mast knickte wie ein Streichholz entzwei. Das Steuerruder zerbrach. Schiff und Mannschaft trieben hilflos auf die Klippen einer kleinen Insel zu. Das Schiff zerbarst an einem Felsen, aber die Mannschaft konnte sich retten. Die Lebensmittelvorräte konnten die Männer mit auf die kleine, einsame Insel bringen, darunter auch einen Sack Weizen.

Notdürftig rodeten die Männer ein Stückchen Land, um einen Teil des Weizens auszusäen, damit sie überleben konnten. Als sie die Erde umgruben, fanden sie einen Goldschatz. Das Saatgut war vergessen. Alle gruben wie bessesen nach dem Gold. Sie waren reich und wohlhabend. Erst als die Lebensmittel aufgebraucht waren, merkten sie, dass sie von dem Gold nicht leben konnten. Angesichts ihres Todes erkannten sie die Wertlosigkeit des Reichtums und den Fluch ihrer Begierde.
Die Insel ist die Welt. Das Saatgut ist Gottes Wort. Die Schiffbrüchigen sind wir. Uns locken Reichtum und Habsucht mehr als Gottes Heil. So müssen wir entdecken, dass man von Gold und Reichtum nicht überleben kann.

Autor unbekannt


Die reine Wahrheit

Ein portugiesischer Seifenfabrikant sagte einmal einem Priester:
"Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon seit bald 2000 Jahren gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen."
Der Priester wies auf ein schmutziges Kind, das am Straßenrand spielte, und bemerkte:
"Seife hat auch nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt."
"Seife", entgegnete der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
"Das Christentum auch", antwortete der Priester.

Autor unbekannt


   Die drei Söhne

Drei Frauen standen am Brunnen , um Wasser zu holen.
Nicht weit davon entfernt saß ein Greis und hörte , wie sie ihre Söhne lobten.
" Mein Sohn", sagte die erste " ist ein geschickter und wendiger Junge. Er übertrifft an Behendigkeit alle Knaben im Dorf ."
"Mein Sohn," meinte die zweite ,"hat die Stimme einer Nachtigall. Wenn er singt, schweigen alle Leute und bewundern ihn. Er wird einmal ein großer Sänger werden."
Die dritte Frau schwieg.
"Warum sagst du denn gar nichts?" fragten die beiden anderen."Ich wüßte nicht , womit ich ihn loben könnte", entgegnete diese." Mein Sohn ist ein gewöhnlicher Junge und hat nichts besonderes an sich. Aber ich hoffe , er wird einmal im Leben seinen Mann stehen."
Die Frauen füllten ihre Eimer und machten sich auf den Heimweg.
Der Greis ging langsam hinter ihnen her.
Er sah , wie hart es sie ankam, die schweren Gefäße zu tragen und er wunderte sich nicht darüber, dass sie nach einer Weile ihre Last absetzten, um ein wenig zu verschnaufen.
Da kamen ihnen drei Knaben entgegen.
Der erste stellte sich auf die Hände und schlug Rad um Rad
." Welch ein geschickter Junge !"riefen die Frauen.
Der zweite stimmte ein Lied an und die Frauen lauschten ihm mit Tränen in den Augen.
Der dritte Junge lief zu seiner Mutter ,ergriff wortlos die beiden Eimer und trug sie heim.
Die Frauen wandten sich an den Greis und fragten:" Was sagst du zu unseren Söhnen ?"
"Eure Söhne ?" entgegnete der Greis verwundert
" Ich habe nur einen einzigen Sohn gesehen !"

Axel Kühner


Das Glas Wasser

Ein kleines Mädchen konnte gerade in der Bibel lesen und fand dort das Wort Jesu: „Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, … es wird ihm nicht unbelohnt bleiben“ (Matthäus 10,42). Daraufhin ging das Mädchen in die Küche, füllte ein Glas mit Wasser und rannte damit auf die Straße, um es jemandem zu geben. Da war aber gerade niemand, und so rannte es weiter bis an den Waldrand. Dort traf es einen jungen Mann und bot ihm das Glas mit den Worten an: „Trink das Wasser im Namen Jesu!“ , er war total erstaunt über diese ungewöhnliche Anrede. Weil er aber gerade Durst hatte, trank er das Wasser. Das Mädchen eilte mit dem leeren Glas nach Hause und stellte es in der Küche ab.
 
Es vergingen etliche Jahre. Das kleine Mädchen war inzwischen erwachsen geworden und hatte den Beruf der Krankenschwester erlernt. Eines Tages wird in ihrer Abteilung des Krankenhauses ein Mann eingeliefert, und als erstes packt er seine Bibel aus und legt sie auf den Beistelltisch. Da das nicht alle Tage vorkommt, spricht die Krankenschwester den Mann an, ob er gläubig sei. Nachdem er das bejaht, fragt sie weiter, wie er denn zum Glauben gekommen sei. Der Mann erklärt: „Es war noch in meiner Jugend. Ich sah keinen Sinn in meinem Leben und machte mich auf zum Wald, um mir dort das Leben zu nehmen. Aber am Waldesrand kam ein kleines Mädchen mit einem Glas Wasser auf mich zu und sagte: ‚Trink das im Namen Jesu!‘ Das hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich von meinem Vorhaben abließ, mir eine Bibel kaufte und bald danach zum Glauben kam.“ Darauf die Krankenschwester: „Das kleine Mädchen von damals – das war ich!“

Durch das Umsetzen nur eines einzigen Bibelverses hat das Mädchen eine Seele für den Himmel gewonnen. Wenn Jesus auf der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein umgewandelt hat, dann wird er dieses Wasser in jenem Glas in der Ewigkeit in Gold umwandeln. Und das gilt für alle Frucht, die wir in diesem Leben mit Gottes Hilfe erwirken, der Herr wird es bei unserer Ankunft im Himmel in Gold umwandeln. Das sind die „Schätze des Himmels“, von der Jesus in der Bergpredigt sprach (Matthäus 6,20).
Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Den Himmel können wir uns durch nichts verdienen, den hat Jesus uns sehr, sehr teuer am Kreuz erworben.

Im letzten Vers der Reisegeschichte der Königin von Saba zu König Salomo heißt es: „Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, … mehr als die Gastgeschenke, die sie dem König gebracht hatte“ (2. Chronik 9,12). Was auch immer wir dem Herrn mitbringen, seine Gabe an uns wird alles nur Erdenkliche weit übertreffen. An der Ausdrucksweise in Lukas 6,38 spürt man die Unfähigkeit der menschlichen Sprache, den überfließenden Reichtum der Gabe Gottes beschreiben zu können: „Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben.“ Ja, unser König Jesus, schenkt uns alles – den ganzen Himmel!

Dr. Werner Gitt


Rettung eines faulen Apfels

Ein Junge sammelte Äpfel vom Boden auf, die von einem Apfelbaum heruntergefallen waren. Er hatte Probleme, genügend Äpfel auf dem Boden zu finden, die noch gut genug waren, so dass seine Mutter damit einen Apfelpfannkuchen backen konnte. Ein zweiter Junge kam vorbei und fragte. „Was machst du da?” Der erste Junge sagte: “Ich sammle Äpfel auf, so dass meine Mutter für mich einen Apfelpfannkuchen backen kann.“ Der zweite Junge erwiderte: „Tolle Idee. Das mach’ ich auch.”

Keiner der beiden Jungen konnte genug Äpfel finden, die noch gut genug waren, um damit einen Apfelpfannkuchen zu backen. Auf dem Baum hingen noch reichlich gute Äpfel, aber nur so hoch, dass die Jungen sie nicht erreichen konnten. Daher beschlossen sie, zusammen zu arbeiten. Einer würde sich auf die Schultern des anderen stellen und so viele gute Äpfel pflücken, dass beide Familien am Abend Apfelpfannkuchen essen könnten.

Die Teamarbeit lohnte sich und sie pflückten eine ganze Menge Äpfel vom Baum. Auf dem Heimweg mussten sie über den Friedhof gehen, der auf einem kleinen Hügel hinter der Kirche lag. Dort beschlossen sie, eine Rast einzulegen. Einer der Äpfel fiel aus dem Korb. Sie sahen ihn den Hügel hinunter rollen und dann am Fuß des kleinen Hügels gegen das Tor prallen, worauf er in zwei Stücke aufbrach. Die beiden Jungen setzten sich hinter einen der großen Grabsteine, der viel Schatten vor der heißen Sonne bot. Gleich neben ihrem Rastplatz war ein offenes Grab ausgehoben.

Die Jungen stellten fest, dass ein paar angefaulte Äpfel zwischen die guten Äpfel geraten waren. So beschlossen sie, die guten Äpfel aus zusortieren während sie dort im Schatten saßen. Die faulen Äpfel warfen sie in das leere Grab, die guten kamen wieder in den Korb um sie mit nach Hause zu nehmen. Ein Junge sagte: “Ich werde die guten hier neben mir aufsammeln.” Der andere Junge, der näher an dem offenen Grab saß, erwiderte: „Und ich werde die schlechten nehmen und sie in die Grube werfen.“

Während die Jungen so außer Sichtweite die Äpfel sortierten, ging der reichste und gemeinste Mann der Stadt am Friedhofstor vorbei. Er war auf dem Weg zu einem nahe gelegenen Bauernhof um die dort lebende Familie vor die Tür zu setzen, obwohl sie keinen anderen Platz hatte, an den sie hätte gehen können.

Er hörte die Stimmen, die da vom Friedhof kamen und hielt inne, um zu hören, was da gesagt wurde. Er hörte: “Was ist mit diesem hier?” Dann eine andere Stimme: „Ich sammle hier all die guten.“ Der reiche Mann hörte den Stimmen weiter zu und war überzeugt, dass sich hier Satan und Jesus über die Seelen auf dem Friedhof unterhielten.

Dann hörte er eine der Stimmen sagen: “Was ist mit dem da hinten am Tor? Der gehörte ja am Anfang zu den guten, ob der noch zu retten ist?“ Die andere Stimme antwortete: „Nein, der gehört jetzt zu den schlechten. Mit dem ist nichts mehr anzufangen, den kannst du zusammen mit all den anderen schlechten in die Grube werfen.“

Der reiche Mann rannte im Eiltempo zu dem Bauernhof, aus der er die Familie heraus werfen wollte. Als er dort ankam, sagte er den Leuten, er wolle ab sofort andere Wege gehen und jedem die Schulden erlassen. Er habe bereits genug Geld für mehr als seine doppelte Lebenszeit und er werde nun auch anfangen, in der Kirche zu helfen. Dann ging er gleich weiter und suchte den Pastor auf um sich zu erkundigen, was er tun müsse, damit Jesus ihn auch retten könne.

Der erste Junge nahm seine Äpfel mit nach Hause, verabschiedete sich von seinem Freund und gab die Äpfel seiner Mutter, so dass diese Apfelpfannkuchen backen konnte. Seine Mutter sagte: „Ja, heute haben wir eine Menge, wofür wir dankbar sein können. Wir haben Apfelpfannkuchen zu essen und wir verlieren den Bauernhof nicht. Jesus hat mein Gebet erhört. Ich habe darum gebeten, dass uns der Bauernhof erhalten bleibt und Jesus hat dafür gesorgt, dass es genauso geschieht. Er hat sogar einen Weg gefunden, auch noch den reichsten und bösartigsten Mann der Stadt zu verändern. Er arbeitet wirklich auf wundersame Weise.

Johnny Lee Hall





Zu Maria Beten?

Eine Dame kam zu einem Arzt wegen eines Kontrolltermins.
Während des Gespräches fragte er die Frau: "Sagen Sie, sind sie tatsächlich Christin?" Sie antwortete: "Ja, das bin ich."
Er sprach: "Nun, ich bin katholischer Christ, und ich mag alle Christen, egal ob evangelikal, freikirchlich, papistisch, charismatisch oder sonstige.
Nur das eine verstehe ich nicht: Niemand sonst als wir Katholiken beten zu Maria - warum ihr nicht?"
Für kurze Zeit entstand eine Stille im Zimmer...Dann antwortete die Dame zuversichtlich: "Herr Doktor, angenommen Sie gehen zum Arzt. Sie melden sich im Vorzimmer an, und die Sekretärin sagt zu Ihnen: "Im Moment ist der Arzt verhindert, doch seine Mutter ist gerade gekommen -sie können zu ihr gehen! Würden Sie es tun?"
Der Arzt erwidert erschrocken: "Nein, natürlich nicht! Immerhin hat der Arzt Medizin studiert, nicht die Mutter!".

"Sehen Sie, " antwortete darauf die Frau, "uns so ist es für mich: Ich gehe zum ARZT, nicht zur Mutter! Denn für mich ist JESUS am Kreuz gestorben, nicht die Mutter des Sohnes!"

Autor unbekannt


Ein Kreuzigungsbild

Der Maler Domenico Feti (1589-1623) hatte in seinem Atelier in Düsseldorf ein fast fertiges Altarbild mit der Kreuzigung Jesu stehen, als er eine junge Zigeunerin mit ihren schwarzen Haaren, der braunen Haut und einem roten Kleid als Tänzerin malte. Dreimal die Woche kam Pepita und stand dem Maler Modell. Da sah sie das Kreuzigungsbild, und betroffen fragte sie den Meister, wer da so gequält leiden müsste. Domenico Feti erzählte dem Mädchen mehr widerwillig die ganze Geschichte von der Liebe Jesu zu den Menschen, mit der der Gekreuzigte die Schuld und Verlorenheit der Welt trug.
Als der Maler das Bild mit der spanischen Tänzerin vollendet hatte, bezahlte er das Zigeunermädchen. Pepita schaute noch einmal auf das Kreuzigungsbild, dann auf den Künstler und sagte: "Meister, Ihr liebt ihn doch sehr, weil er das alles für Euch getan hat?" Domenico Feti schämte sich. Daran hatte er noch nie gedacht. Aber nun wurde er die Frage nicht mehr los. "Ihr liebt ihn doch sehr?" Er kam nicht mehr zur Ruhe, konnte kaum noch arbeiten und suchte nach einer Antwort. Schließlich ging er in eine christliche Versammlung, lieh sich ein Neues Testament und kam zum lebendigen Glauben an Jesus.
Nun malte er noch einmal ein Kreuzigungsbild aus Liebe zu Jesus. Das Bild sollte die unendliche Liebe Jesu verkündigen und den Betrachter zu einer Antwort herausfordern. Darum schrieb er unter das Bild die Worte: "Das tat ich für dich - was tust du für mich?" Er wollte das Bild nicht verkaufen und schenkte es der Stadt Düsseldorf. Dort in der Galerie hat es unzähligen Menschen die Liebe Jesu vor Augen gemalt.
Etwa hundert Jahre später fuhr ein junger Graf nach Paris, und während seine Kutschpferde gefüttert wurden, besuchte der fröhliche und bildungshungrige Graf die Galerie. Lange stand er schließlich vor dem Kreuzigungsbild von Domenico Feti und wurde die Frage nicht mehr los: "Das tat ich für dich - was tust du für mich?" Die Liebe Christi ergriff ihn so nachhaltig, dass er von dort an sein Leben, seinen Adel, sein Vermögen und sein Wissen Christus weihte, der das Leben für ihn am Kreuz gab. Es war Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.
Das Bild von Domenico Feti hängt heute in der alten Pinakothek in München, und noch immer fragt uns der leidende Christus: "Das tat ich für dich - was tust du für mich?"

Autor unbekannt
 


Die Wunderpillen

Regelmäßig besuchte ein Arzt seine Patienten im Altersheim. Dabei fällt ihm ein 96 jähriger Mann besonders auf, der stets zufrieden und freundlich ist. Eines Tages spricht ihn der Arzt darauf an und fragt nach dem Geheimnis seiner Freude. Lachend antwortet der Mann:
“Herr Doktor, ich nehme jeden Tag zwei Pillen ein, die helfen mir!”
Verwundert schaut ihn der Arzt an und fragt: “Zwei Pillen nehmen Sie täglich? Die habe ich Ihnen doch gar nicht verordnet!”
Verschmitzt lacht der Mann und antwortet: “Das können Sie auch gar nicht, Herr Doktor. Am Morgen nehme ich gleich nach dem Aufstehen, die Pille Zufriedenheit. Und am Abend, bevor ich einschlafe, nehme ich die Pille Dankbarkeit. Diese beiden Arzneien haben die Wirkung noch nie verfehlt.”

Autor unbekannt
 



  Ein achtjähriger Junge


stand mit den Hirten im Stall von Bethlehem. Er schaute Jesus in der Krippe an, und Jesus schaute zu ihm. Plötzlich spürte er, wie eine warme Träne seine Wange herunterrollte.

"Warum weinst du?" fragte ihn Jesus. "Ich kann dir nichts schenken", antwortete er. "Oh doch, du kannst mir etwas geben", entgegnete Jesus. Der kleine Junge wurde rot vor Freude und sagte begeistert: "Ich will dir das Schönste schenken, das ich besitze!" "Drei Dinge möchte ich von dir haben", sprach Jesus weiter. Sofort bot der Junge ihm seine "Reichtümer" an: "Meinen Gameboy, meine elektrische Eisenbahn und meinen neuen Weltatlas."

"Nein", sagte Jesus. "Ich möchte etwas ganz anderes haben." "Was denn?" wollte der Junge wissen. Ganz leise, damit es sonst niemand hören konnte, sagte Jesus: "Schenk mir deine letzte Klassenarbeit." Da erschrak der Junge! "Jesus", flüsterte er zurück und kam dabei ganz nah an die Krippe, "da steht doch ‚ungenügend‘ drunter!" "Eben darum will ich sie haben", erklärte Jesus. "Du sollst mir immer das bringen, wo in deinem Leben ‚ungenügend‘ drunter steht." Der Junge staunte nicht schlecht.

"Und ich möchte noch ein zweites Geschenk von dir", sagte Jesus. "Deine Kakaotasse." Nun war der Junge verzweifelt. "Die habe ich heute Morgen kaputt gemacht!" "Bring mir immer das, was du im Leben zerbrochen hast", sagte Jesus sanft. "Ich will es wieder heil machen." "Ja, wenn du so was haben willst ...", antwortete der Junge.

"Jetzt mein dritter Wunsch", fuhr Jesus fort. "Bring mir die Antwort, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie dich fragte, wie die Tasse zerbrochen ist." "Oh nein", dachte der Junge und legte seine Stirn auf die Kante der Krippe. Er fing an zu weinen und stotterte: "Ich, ich ... habe gesagt, der Becher ist runtergefallen. Aber das stimmt nicht. Ich habe ihn vom Tisch geschubst." "Bring mir alle deine Lügen, deinen Trotz, alles Böse, das du getan hast", bat ihn Jesus. "Wenn du damit zu mir kommst, will ich dir vergeben und dir helfen. Ich will dich davon frei machen und dich in deiner Schwäche annehmen. Willst du mir das von mir schenken lassen?"

Der Junge kam aus dem Stauen nicht mehr heraus. Jesus wollte so ungewöhnliche Geschenke!

Verfasser unbekannt



Die Schildkröte


Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergebens sie mit einem Stöckchen herauszuholen. Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen.


"Das ist falsch", sagte er, "komm' ich zeig' dir wie man das macht."

Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.

"Menschen sind manchmal wie Schildkröten", sagte der Mann. "Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können."

Verfasser: Unbekannt


Ich will etwas vom Leben haben!

Zu Spurgeon kam nach einer Predigt ein junger Mann und sagte: "Sie haben wohl Recht, ich sollte mich zu Jesus bekehren. Ich werde es auch tun. Allerdings - nicht sofort." "Warum nicht sofort?", fragte Spurgeon. "Ich will zuvor noch etwas vom Leben haben", meinte der junge Mann lächelnd. Da erwiderte Spurgeon: "O wie sind Sie anspruchslos! Etwas vom Leben wollen Sie haben? Das wäre mir zu wenig. Ich muss das Leben haben, und das haben wir nur in Jesus."

Autor unbekannt

 


Wem gilt die Ehre?

Als der bekannte Evangelist Sundar Singh seine letzte Evangelisationsreise durch Südindien machte, hatte er sehr viel Zulauf und Anerkennung. Die Leute waren von seinen Predigten begeistert, und viele Menschen kamen zum Glauben an Jesus. - Ein Freund fragte ihn besorgt, ob ihm so viel Ehrung und Anerkennung nicht zu Kopf steige.

Darauf antwortete Sundar Singh: «Als Jesus in Jerusalem einzog, breiteten die Leute ihre Kleider auf dem Wege aus, um Jesus zu ehren. Jesus ritt auf einem Esel. So berührten Jesu Füsse die zu seiner Ehre geschmückte Strasse gar nicht. Der Esel hingegen schritt über die Kleider hinweg. Aber wäre es nicht töricht gewesen, wenn sich der Esel darauf etwas eingebildet hätte? Man hatte die Strasse doch nicht für den Esel, sondern für den Herrn geschmückt. Ebenso töricht wäre es, wenn sich der Evangelist etwas auf die Ehre einbildete, die man doch Jesus erweist. Ich bin doch nur der Esel, der Jesus in die Stadt hineinträgt!»

«Herr, lass mich dein Esel sein, auf dem du zu den Menschen kommst. Gib mir die Genügsamkeit und Eselsgeduld, die Kraft zum Tragen und auch die Sturheit, die ich brauche, um Träger deiner Liebe in einer Welt des Hasses zu sein. Lass mich dein Esel sein, Christus, dass ich dich zu anderen weitertrage!»

Autor unbekannt

 


Der Erfinder Prof. Morse wurde einmal gefragt:

“Sind sie nicht bei ihren Experimenten auch einmal an einen Punkt gekommen, wo sie nicht mehr weiter konnten?”
“O ja, mehr als einmal”, antwortete der Erfinder.
“Und was machten sie dann?” fragte man ihn weiter.
“Im Vertrauen will ich es ihnen sagen, aber es ist etwas, wovon die Öffentlichkeit nichts weiß. Wenn ich je meinen Weg nicht mehr weiter sehen konnte, dann betete ich um mehr Licht.”
“Und dann kam das Licht?”
“Ja, und ich kann ihnen auch sagen, dass wenn von Amerika und Europa wegen der nach meinem Namen benannten Erfindung große Ehrungen auf mich gehäuft wurden, ich nie den Eindruck gehabt habe, als ob ich diese verdiente. Ich hatte eine wertvolle Anwendung der Elektrizität gemacht, nicht, weil ich andere Männer überragte, sondern lediglich, weil Gott, der diese Erfindung der Menschheit zugedacht hatte, sie doch einem Menschen offenbaren musste. Und da gefiel es ihm, sie mir zu offenbaren.”

Autor unbekannt

 



Die Mausefalle

Eine Maus linste durch den Riss in der Mauer und sah, dass der Bauer und seine Frau ein Paket öffneten. "Welche Leckerbissen mochte es wohl enthalten?"

Sie war jedoch völlig am Boden zerstört als sie feststellte, dass es eine Mausefalle war.

Mit ihrem Rückzug in den Garten des Bauernhofs verbreitete die Maus überall die Warnung: “Da ist eine Mausefalle im Haus! Da ist eine Mausefalle im Haus!"

Das Huhn gackerte und scharrte, hob seinen Kopf und sagte: "Sehr geehrter Herr Maus, das mag für Sie von gewaltiger Bedeutung sein, aber für mich ist es uninteressant. Mir kann eine Mausefalle nichts anhaben."

Die Maus wandte sich an das Schwein: “Da ist eine Mausefalle im Haus!" Das Schwein hatte Mitleid mit der Maus und sagte: “Das tut mir so leid, Herr Maus, aber ich kann leider nichts daran ändern. Ich kann höchstens für Sie beten. Seien Sie versichert, dass ich Sie in meine Gebete einschließe."

Als nächstes traf die Maus auf die Kuh. Sie sagte: „Herr Maus, das ist Pech für Sie, aber mich juckt das nicht."

So kehrte die Maus deprimiert und mit gesenkten Kopf in das Haus zurück um alleine der Gefahr der Mausefalle des Bauern ins Auge sehen zu müssen.

Genau in dieser Nacht war im Bauernhaus ein Geräusch zu vernehmen – es klang wie eine zuschnappende Mausefalle.

Die Frau des Bauern eilte herbei, um zu sehen, ob die Maus gefangen worden war. In der Dunkelheit sah sie nicht, dass es eine giftige Schlange war, deren Schwanz in die Mausefalle geraten war und so wurde sie gebissen. Der Bauer brachte seine Frau eilends ins Krankenhaus und sie kam mit einem heftigen Fieber zurück.

Jedermann weiß, dass zur Kräftigung frisch gekochte Hühnersuppe das Beste ist. Und so nahm der Bauer sein Beil und machte sie auf den Weg zur wichtigsten Zutat für die Suppe. Doch seiner Frau ging es auch am nächsten Tag noch nicht besser. Freunde und Nachbarn kamen, um sie zu besuchen, sie aufzumuntern und ihr Gesellschaft zu leisten.

Um sie alle beköstigen zu können schlachtete der Bauer das Schwein. Doch seine Frau wurde nicht gesund. Sie starb.

Unendlich viele Leute kamen zur Beerdigung und der Bauer musste die Kuh schlachten um sie alle verpflegen zu können.

Wenn du das nächste Mal hörst, dass jemand mit einem Problem konfrontiert ist, von dem du denkst, es würde dich nicht betreffen -- dann erinnere dich: wenn einer von uns bedroht wird, sind wir alle in Gefahr.

Wir alle sind involviert in diese Reise, die wir das Leben nennen. Wir müssen ein Auge aufeinander haben und uns besonders bemühen, einander zu ermutigen.

Jeder von uns ist ein entscheidender Faden im Wandteppich einer anderen Person. Unsere Leben sind nicht umsonst miteinander verwoben

Autor unbekannt



Ein Glas Wasser

Eine Psychologin ging durch den Raum während sie ihrer Zuhörerschaft Stressmanagement lehrte. Als sie ein Glas Wasser hochhob, erwartete jeder im Raum die "Ist-das-Glas-halb-voll-oder-halb-leer-Frage". Statt dessen erkundigte sie sich mit einem Lächeln: "Wie schwer ist dieses Glas Wasser?"


Die Antworten variierten zwischen 8 bis 20 Unzen.
(Eine Unze beträgt umgerechnet etwa 28,35 Gramm)

Sie antwortete, "Das absolute Gewicht ist völlig egal. Es kommt darauf an, wie lange ich es halte. Wenn ich es für eine Minute halte, dann ist das kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halte, schmerzt mein Arm. Wenn ich es für einen Tag halte, wird sich mein Arm taub und lahm anfühlen. In jedem Fall verändert sich das Gewicht des Glases überhaupt nicht, aber je länger ich es halte, desto schwerer wird es." Sie fuhr sie fort: "Die Spannungen und Sorgen des Lebens sind wie dieses Glas Wasser. denk für eine Weile darüber nach, es wird nicht schaden. Denke etwas länger darüber nach, dann beginnen sie zu schmerzen. Und wenn Du den ganzen Tag über sie nachdenkst, dann wirst Du Dich gelähmt fühlen - unfähig, irgendetwas zu tun."

Es ist wichtig, unsrere Spannungen loszulassen. Lass sie so früh wie möglich los, leg alle Deine Sorgen in Gottes Hände. Trag sie nicht durch den Tag oder womöglich noch in die Nacht hinein. Erinnere Dich daran, das Glas wieder hinzustellen!

Alle eure Sorge werft auf ihn;
denn er sorgt für euch ~ 1.Petrus 5:7

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen
lasst eure Bitten in Gebet und Flehen
mit Danksagung vor Gott kundwerden! ~ Philipper 4:6

Autor unbekannt


 

  Saat und Ernte

Eines Tages sagte der Bauer zu seinem Knecht: „Gehe auf den Acker und säe Gerste." Der Knecht aber ging hin und säte Hafer. Zur Erntezeit ging der Bauer um nach seiner Gerste zu sehen, und siehe es wuchs Hafer auf dem Feld. Zornig rief er nach seinem Knecht und fragt ihn: „Habe ich dir nicht geboten Gerste zu säen? Warum steht hier der Hafer?" Der Knecht antwortete: „Ich säte Hafer in der Hoffnung das Gerste daraus würde." „Welch ein Narr bist du doch, schimpfte der Bauer, noch nie hat ein Mensch so etwas Dummes gehört!" „Doch, erwiderte der Knecht, du bist auch solch ein Narr. Täglich tust Du Böses und hast die Hoffnung, dass am Tage der Auferstehung Gutes daraus geworden sei." Der Bauer soll so erschrocken über diese Antwort gewesen sein, dass er von jener Zeit an ein
neues Leben begann.

Autor unbekannt




Schon viel verloren

Eine wohlhabende Dame, die in ihren späteren Jahren zum christlichen Glauben gefunden hatte, ging von ihrer Enkelin begleitet auf einer Geschäftsstraße spazieren. Als ein Bettler sie ansprach, hörte die Frau seiner Geschichte geduldig zu. Dann nahm sie einen Geldschein aus ihrer Handtasche und legte ihn in seine Hand. An der nächsten Straßenecke stand ein Freiwilliger der Heilsarmee und die alte Dame ließ eine Spende in den Kessel fallen. Ihr Enkelkind schaute sie voller Neugier an und sagte: »Großmama, du musst schon viel verloren haben, seit du Christin geworden bist, oder?«
»Ja, meine Liebe«, sagte die alte Dame, »das habe ich wohl. Ich habe mein aufbrausendes Wesen verloren, meine Gewohnheit, andere zu kritisieren, und meine Neigung, meine Freizeit mit nichtigen sozialen Anlässen zu verbringen und mit Vergnügungen, die nichts bedeuten. Ich habe auch einen Geist der Habgier und der Selbstsucht verloren. Ja, bestimmt, ich habe sehr viel verloren! – Aber was ich gewonnen habe, ist unschätzbar: einen tiefen Frieden; Kraft im Gebet; einen Freund, der immer bei mir ist, der mich kennt, liebt und beschützt; persönliche Erfüllung und einen Lebensinhalt, von dem ich nicht einmal wusste, dass er existierte; Glaube, der mir keinen Raum für Angst lässt; eine Verheißung von einem wunderbaren Himmlischen Heim, wenn es für mich mit diesem irdischen vorbei ist – und noch viel mehr! Ja, ich bin glücklich über das, was ich verloren habe; und was ich gewonnen habe ist von unschätzbarem Wert!«

Autor unbekannt


 

  Das Herz

"Morgen früh" begann der Chirurg," werde ich dein Herz öffnen..."; "Du wirst Jesus dort finden", unterbrach ihn der Junge. Der Chirurg blickte leicht irritiert auf, "Ich werde dein Herz aufschneiden," fuhr er fort, "um zu sehen, wie groß der Defekt ist...." "Aber wenn du mein Herz aufmachst, wirst du Jesus dort finden." sagte der Junge.

Der Chirurg blickte auf die Eltern, die ruhig dasaßen. "Wenn ich gesehen habe, was kaputt ist, werde ich dein Herz wieder zunähen und deinen Brustkorb, und dann werde ich sehen, was als nächstes zu tun ist."
"Aber du wirst Jesus dort finden. Die Bibel sagt, er wohnt dort. Die Psalmen sagen alle, dass er da lebt, du wirst ihn in meinem Herzen finden."

Der Chirurg hatte genug. "Ich sage dir, was ich finden werde: Ich werde zerstörten Muskel finden, schlechte Blutversorgung und schwache Gefäße. Und ich werde herausfinden, ob ich dich gesund machen kann."
"Jesus wirst du dort auch finden. Er lebt in meinem Herzen." antwortete der Junge noch einmal.

Der Chirurg ging, er saß in seinem Büro, und diktierte seinen Operationsbericht:

"....zerstörte Aorta, zerstörte Pulmonalarterien, ausgedehnte Muskeldegeneration. Keine Hoffnung für Transplantation, keine Hoffnung auf Heilung. Therapie: Schmerzstillende Medikamente und Bettruhe. Prognose:" hier zögerte er, "Lebenserwartung höchstens ein Jahr." Er stoppte: "Warum?" fragte er laut. "Warum hast du das getan? Du hast ihn hergebracht; du hast ihm diese Schmerzen gelassen, du hast ihn zu einem frühen Tod verurteilt. Warum??"

Der Herr antwortete und sagte: "Der Junge, mein Lamm, war nicht bestimmt für deine Herde für lange Zeit, denn er gehört zu meiner Herde, und er wird ewig bleiben. Hier, in meiner Herde wird er keine Schmerzen haben, und es wird ihm gutgehen, wie du dir das gar nicht vorstellen kannst. Seine Eltern werden ihm eines Tages hierher folgen, sie werden Frieden finden und meine Herde wird wachsen."
Tränen standen dem Chirurgen in den Augen, aber sein Zorn war größer:

"Du hast diesen Jungen gemacht, und du hast dieses Herz gemacht. In ein paar Monaten wird er tot sein. Warum?"

Der Herr antwortete: "Der Junge, mein Lamm, wird zu meiner Herde zurückkehren, er hat seine Pflicht erfüllt: Ich habe mein Lamm nicht in deine Herde gegeben, um ihn zu verlieren, sondern um ein anderes verlorenes Schaf zu retten."

Der Chirurg weinte. Er saß am Bett des Jungen; seine Eltern saßen ihm gegenüber. Der Bub wachte auf und flüsterte: "Du hast mein Herz aufgemacht?"

"Ja," sagte der Chirurg."Was hast du gefunden?" fragte der Junge.

"Ich habe Jesus dort gefunden." sagte der Chirurg.

Autor unbekannt


 

Brot der Hoffnung

Ein Professor der Medizin stirbt, und seine drei Söhne lösen seinen Haushalt auf. Die Mutter war schon lange vorher gestorben, und der Vater hatte mit einer langjährigen Haushälterin allein gelebt. Im Arbeitszimmer des Vaters fanden die Söhne neben vielen wertvollen Dingen in einem Schrank ein steinhartes, vertrocknetes, halbes Brot. Die Haushälterin wusste, was es damit auf sich hatte.

In den ersten Jahren nach dem Krieg war der Professor todkrank. Da schickte ihm ein guter Freund ein halbes Brot, damit der Professor etwas zu essen hatte. Der aber dachte an die viel jüngere Tochter eines Nachbarn und liess dem Mädchen das Brot schicken. Die Nachbarsfamilie aber mochte das wertvolle Brot nicht für sich behalten und gab es weiter an eine arme alte Witwe, die oben im Haus in einer kleinen Dachkammer hauste. Die alte Frau aber brachte das Brot ihrer Tochter, die mit zwei kleinen Kindern ein paar Häuser weiter wohnte und nichts zu essen hatte für die Kinder. Die Mutter dachte, als sie das Brot bekam, an den Medizinprofessor, der todkrank lag. Sie sagte sich, dass er ihrem Jungen das Leben gerettet und kein Geld dafür genommen hatte. Nun hatte sie eine gute Gelegenheit, es ihm zu danken, und lies das Brot zum Professor bringen.
«Wir haben das Brot sofort wiedererkannt», sagte die Haushälterin, «unter dem Brot klebte immer noch das kleine Papierstückchen.» Als der Professor sein Brot wieder in der Hand hielt, sagte er: «Solange noch Menschen unter uns leben, die so handeln, braucht uns um unsere Zukunft nicht bange zu sein. Dies Brot hat viele satt gemacht, obwohl keiner davon gegessen hat. Dies Brot ist heilig. Es gehört Gott!» So legte er es in den Schrank. Er wollte es immer wieder ansehen, wenn er mal nicht weiterwusste und die Hoffnung verlor. Es war das Brot der Hoffnung.

«Gott aber, der dem Sämann Saat und Brot schenkt, wird auch euch Saatgut geben. Er wird es wachsen lassen und dafür sorgen, dass eure Opferbereitschaft Früchte trägt. Ihr werdet alles so reichlich haben, dass ihr unbesorgt weitergeben könnt. Außerdem würden wir auf diese Weise dazu beitragen, dass viele Gott danken.»
(2. Korinther 9,10+11)

Autor unbekannt



  Ein Schiffsjunge

musste einmal im Sturm den Mast hinaufklettern.
Die Wogen gingen hoch. Das Schiff war bald in der Tiefe und bald oben auf dem Kamm der Wellen. Er begann schwindelig zu werden und war in Gefahr, herunterzustürzen. Da rief ihm der Kapitän zu: “Junge, sieh nach oben !”
Er sah nach oben und dieser Blick rettete ihn.

Verfasser unbekannt

Auch für uns ist dieser Blick nach oben oft überlebenswichtig. Wenn wir in den Stürmen unseres Lebens nach unten schauen wird uns oft auch schwindelig und wir wissen nicht mehr weiter Darum wegschauen auf Jesus den Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Unsere Hilfe kommt von dem Herrn der Himmel und Erde gemacht.


  Im Altenheim

In einem Altenheim sitzt eine Frau. In Gedanken versunken schaut sie auf die Rose in der Vase.
Nur eine ist noch übrig geblieben. Alle anderen sind bereits verwelkt. "Diese Rose bin ich," denkt die alte Frau.
"Übrig geblieben. Und bald werde ich auch nicht mehr da sein." Ihr fällt ein Gedicht ein:

"Rosen wachsen hier auf Erden, aber ohne Dornen nicht.
Willst du glücklich sein im Leben, dann vergiss den Heiland nicht!"

Das hatte ihr eine Freundin aus der Schulzeit in das Poesiealbum geschrieben.
Damals hatte sie den Vers nur halb verstanden.

Die alte Frau erinnert sich an gute Zeiten, wo sie wie eine Rose in voller Blüte stand.
Aber, in ihrem Leben hatte es wahrlich auch genug Dornen gegeben.
Einige besonders schwere Zeiten stehen ihr wieder lebendig vor Augen. Sie hatte viel loslassen müssen:
Ihre Heimat, manche Wünsche und Träume, gute Freunde; dazu ihre Gesundheit und Kraft, als sie vor Jahren chronisch krank wurde und zuletzt als ihr Mann starb. Später musste sie auch ihre Wohnung aufgeben.

"Ob es wirklich keine Rosen ohne Dornen gibt?", denkt sie. Bisher hat sie noch keine gesehen.
Manches hatte ihr Leben beschwert. Nur mit der Hilfe Jesu hatte sie es schaffen können.

Die Pflegerinnen im Altenheim sagten ihr, daß sie immer so gelassen und froh wirke; anders, als andere Heimbewohner. Das war der alten Frau nicht bewusst.
Sie hatte auch ihre Tiefpunkte und fühlte sich manchmal unendlich einsam.
Das Alter war ihr zeitweise eine Last. Und sie hatte Kämpfe, von denen niemand wusste.
Noch einmal schaut sie auf die Rose. In diesem Moment fällt ihr ein Tipp von einer Floristin ein, wie man an Blumen länger Freude hat.
Sie füllt neues heißes Wasser in die Vase und die müde Rose richtet sich wieder auf.
Sie wird mit neuem Leben erfüllt, weil jetzt Saft bis in die Blüte dringt.

"So möchte ich auch leben," sinnt die alte Frau.
"Ich will täglich an den lebendigen Wasserquellen Gottes angeschlossen sein.
Seine Kraft wird mich aufrichten. Ich will mich an Gott freuen und zu seiner Ehre leben.
Ich will für ihn blühen, solange er es mir schenkt.

In der Ewigkeit werde ich dann Jesus sehen. Dann werde ich verstehen, warum manches so kommen musste.
Und heute will ich mich daran festhalten:

"Gott nimmt uns nicht etwas weg um uns arm zu machen,
sondern er will uns etwas anderes dafür schenken."

"Ja, das ist seine Gnade und Nähe. Meine Schwäche und Einsamkeit bringt mich näher zu ihm hin.
Bei ihm bin ich geborgen.

Autor unbekannt



  Wie wichtig ist verzeihen?

Ein Lehrer bat seine Schüler, in die nächste Stunde einen Plastiksack und einen Sack Kartoffeln mitzubringen.
Für jeden Menschen, dem sie etwas nicht verzeihen wollten,
das er ihnen in ihrem Leben angetan hatte, sollten die Schüler eine möglichst große Kartoffel wählen, auf diese dessen Namen schreiben und die Kartoffel in den Plastiksack legen.
Nun sollten sie diesen Sack Kartoffel eine Woche lang mit sich herumtragen, d.h. überall dahin mitnehmen, wo sie hingingen.
Dies machte den Schülern klar, welche Last man mit sich herumträgt, wenn man einem anderen nicht verzeiht und wie belastend es ist, an Kränkungen und Groll festzuhalten.
Die darin enthaltene Weisheit:
Wenn wir anderen deren Worte oder Verhalten verzeihen, dann tun wir nicht den anderen einen Gefallen, sondern nur uns selbst. Wir befreien uns von einer seelischen Last und können so wieder lebendiger werden.
Verletzungen und Kränkungen, die wir nicht loslassen, lähmen uns, vergiften unser seelisches Wohlbefinden und hindern uns an unserer seelischen Entfaltung.

Autor unbekannt



 
Erlösung

In Indien kamen zwei Jungen wegen einer bösen Geschichte beide ins Zuchthaus. Der eine, ein Reicher kam sofort frei, als sein reicher Vater eine hohe Summe hinterlegte. Der Arme aber kein Geld, um frühzeitig rauszukommen. Die Mutter ging daraufhin in einen Steinbruch, um für den Jungen das Geld zu verdienen, um ihn auch frühzeitig freizubekommen. Eines Tages stand die Mutter vor dem Gefängnisgitter. Sie hatte ganz kaputte Hände, ihr Rücken war ganz krumm. Ihre Haare waren ganz weiß geworden. Sie hatte das Geld für ihren Sohn zusammengearbeitet.
Der Junge hat seit dieser Zeit nie wieder Karten angerührt und gespielt, nie wieder Böses getan, das ihn mit dem Gesetz in Konflikt brachte. Seine Mutter hatte für ihn gelitten.
Der Reiche aber machte sein altes Leben weiter.

Sadhu Sundar Singh

Wenn wir bedenken wie viel unsere Erlösung unseren Vater im Himmel und seinen Sohn gekostet hat, sollten wir sie hoch schätzen.


 

  Ein Schäfer erzählt:

,,Wenn in meiner Herde ein Lamm geboren wird,trage ich es in der ersten Woche so oft es geht auf meinem Arm.Während ich mit ihm rede, gewöhnt sich das Schaf an meine Stimme.Es merkt sich:,,Hier geht es mir gut. Hier wird für mich gesorgt.,,

Ein Leben lang wird das Schaf meine Stimme nicht mehr vergessen und darauf hören. Das kann Lebenswichtig sein.

Ein befreundeter Gastwirt hatte mich gebeten, seine fünf Schafe in meiner Herde mitzunehmen. Wir zogen durch das Neckartal; Links der Neckar, rechts eine Landstraße. In der Nacht war es kalt gewesen. Über dem Fluss und den Wiesen lag Bodennebel, so dass der Neckar kaum zu sehen war.

Als ich mit meiner Herde die Straße entlang ging, fuhr ein großer Sattelzug vorbei. Der Fahrer drückt zum Gruß auf seine Dreiklanghupe. Die Schafe erschraken fürchterlich über dieses laute Geräusch. In der Herde brach Panik aus. Sie rannten einfach drauf los.

Wegen des Nebels konnten die Schafe nicht erkennen, dass sie auf einen Fluss zuliefen. Die steile Uferböschung, das eiskalte Wasser, die Strömung, meine Herde war in größter Gefahr. Ich rief so laut ich konnte:,,Halt ! Bleibt stehen !,, Und siehe da, meine Schafe hörten meine Stimme. Sie spürten instinktiv:,,Das ist unser Hirte. Er ist da. Wir brauchen nicht wegzulaufen.

Gegen die Panik und Angst setzte sich die Erinnerung an den Hirten durch. Knapp vor dem Flussufer kam die Herde zum stehen. Nur fünf Schafe rannten blindlings weiter, die Schafe des Gastwirts. Sie kannten mich nicht, sie waren nicht auf meine Stimme programmiert. Sie stürzten in den Neckar und ertranken.

Johannes 10,27f: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Autor unbekannt